Donnerstag, 28 August 2025 12:51

Neues Parkhaus in Essen geplant

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Mehr Stellplätze am Bahnhof Kettwig Mehr Stellplätze am Bahnhof Kettwig Pixabay/Foto illustrativ

In Essen-Kettwig soll im kommenden Jahr ein neues Parkhaus entstehen. Damit will die Stadt die Parkplatzsituation am S-Bahnhof deutlich verbessern. Seit Jahren gibt es dort nicht genug Stellplätze. Mit der geplanten Anlage soll das Problem gelöst werden.

Inhaltsverzeichnis:

Weniger Stellflächen seit 2015

Die Situation am Bahnhof ist seit Jahren angespannt. Schon früh am Morgen sind die wenigen Plätze belegt. Derzeit gibt es dort nur 45 Parkmöglichkeiten. Besonders seit 2015 hat sich das Problem verschärft, denn damals wurde auf einem Teil der Fläche eine Unterkunft für Geflüchtete errichtet. Dadurch sind zahlreiche Stellflächen weggefallen.

Auch wenn aktuell wegen Bauarbeiten ein Ersatzverkehr fährt, rechnet die Stadt ab Mitte Dezember mit einer steigenden Zahl an Pendlerinnen und Pendlern. Sobald die S-Bahn wieder fährt, wird der Andrang größer. Dann droht erneut ein täglicher Kampf um die Stellplätze.

Entscheidung im September

Die Politik soll in Kürze über die Pläne beraten. Anfang September wird sich die Bezirksvertretung mit dem Thema beschäftigen. Die endgültige Entscheidung fällt Mitte September im Verkehrsausschuss. Die Verwaltung wird dann beauftragt, die Planungen so fortzusetzen, dass der Bau im kommenden Jahr starten kann.

Geplant ist ein Baubeginn im Frühjahr. Die Arbeiten sollen rund eineinhalb Jahre dauern. Die Kosten sind mit 5 Millionen Euro veranschlagt. Nach Fertigstellung stehen dort 120 Stellplätze zur Verfügung. Das bedeutet fast eine Verdreifachung des bisherigen Angebots.

  • Start der Bauarbeiten: Frühjahr des kommenden Jahres
  • Dauer: etwa 18 Monate
  • Gesamtkosten: 5 Millionen Euro
  • Neue Kapazität: 120 Stellplätze

Bauweise und Gestaltung

Die Stadt setzt auf eine offene Konstruktion, auch „Parkpalette“ genannt. Diese Form ist kostengünstiger und einfacher als ein geschlossenes Parkhaus. Vor den Nord- und Westfassaden sollen größere Bäume und Hecken gepflanzt werden, um das Bauwerk besser in die Umgebung einzubinden.

Direkt neben der geplanten Anlage steht der Alte Bahnhof Kettwig. Das historische Backsteingebäude steht unter Denkmalschutz. Um das Ensemble nicht zu beeinträchtigen, wird das Parkhaus über die vorhandene Einfahrt an der Ruhrtalstraße erschlossen. Für Autofahrerinnen und Autofahrer bleibt das Parken kostenlos.

Zusätzliche Elemente sind vorgesehen:

  • Sensoren zur Zählung der ein- und ausfahrenden Autos
  • mögliche Photovoltaikanlage auf dem Dach
  • Ladesäulen für Elektrofahrzeuge
  • ein Aufzug für barrierefreien Zugang

Weitere Prüfungen notwendig

Bis zum Baustart müssen verschiedene Fragen geklärt werden. Dazu zählen:

  • Brandschutzkonzept
  • Bodengutachten
  • statische Berechnungen
  • Überprüfung auf alte Bergbauschächte und Kampfmittel
  • Denkmalschutz
  • Umweltverträglichkeit

Die Stadt Essen wird den Bau an einen Generalunternehmer vergeben. Damit soll ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden. Mit der Umsetzung des Projekts könnte der Standort Essen-Kettwig spürbar entlastet werden und mehr Menschen auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen lassen.

Quelle: Radio Essen, www.24edu.info/de