Inhaltsverzeichnis:
- Weniger Stellflächen seit 2015
- Entscheidung im September
- Bauweise und Gestaltung
- Weitere Prüfungen notwendig
Weniger Stellflächen seit 2015
Die Situation am Bahnhof ist seit Jahren angespannt. Schon früh am Morgen sind die wenigen Plätze belegt. Derzeit gibt es dort nur 45 Parkmöglichkeiten. Besonders seit 2015 hat sich das Problem verschärft, denn damals wurde auf einem Teil der Fläche eine Unterkunft für Geflüchtete errichtet. Dadurch sind zahlreiche Stellflächen weggefallen.
Auch wenn aktuell wegen Bauarbeiten ein Ersatzverkehr fährt, rechnet die Stadt ab Mitte Dezember mit einer steigenden Zahl an Pendlerinnen und Pendlern. Sobald die S-Bahn wieder fährt, wird der Andrang größer. Dann droht erneut ein täglicher Kampf um die Stellplätze.
Entscheidung im September
Die Politik soll in Kürze über die Pläne beraten. Anfang September wird sich die Bezirksvertretung mit dem Thema beschäftigen. Die endgültige Entscheidung fällt Mitte September im Verkehrsausschuss. Die Verwaltung wird dann beauftragt, die Planungen so fortzusetzen, dass der Bau im kommenden Jahr starten kann.
Geplant ist ein Baubeginn im Frühjahr. Die Arbeiten sollen rund eineinhalb Jahre dauern. Die Kosten sind mit 5 Millionen Euro veranschlagt. Nach Fertigstellung stehen dort 120 Stellplätze zur Verfügung. Das bedeutet fast eine Verdreifachung des bisherigen Angebots.
- Start der Bauarbeiten: Frühjahr des kommenden Jahres
- Dauer: etwa 18 Monate
- Gesamtkosten: 5 Millionen Euro
- Neue Kapazität: 120 Stellplätze
Bauweise und Gestaltung
Die Stadt setzt auf eine offene Konstruktion, auch „Parkpalette“ genannt. Diese Form ist kostengünstiger und einfacher als ein geschlossenes Parkhaus. Vor den Nord- und Westfassaden sollen größere Bäume und Hecken gepflanzt werden, um das Bauwerk besser in die Umgebung einzubinden.
Direkt neben der geplanten Anlage steht der Alte Bahnhof Kettwig. Das historische Backsteingebäude steht unter Denkmalschutz. Um das Ensemble nicht zu beeinträchtigen, wird das Parkhaus über die vorhandene Einfahrt an der Ruhrtalstraße erschlossen. Für Autofahrerinnen und Autofahrer bleibt das Parken kostenlos.
Zusätzliche Elemente sind vorgesehen:
- Sensoren zur Zählung der ein- und ausfahrenden Autos
- mögliche Photovoltaikanlage auf dem Dach
- Ladesäulen für Elektrofahrzeuge
- ein Aufzug für barrierefreien Zugang
Weitere Prüfungen notwendig
Bis zum Baustart müssen verschiedene Fragen geklärt werden. Dazu zählen:
- Brandschutzkonzept
- Bodengutachten
- statische Berechnungen
- Überprüfung auf alte Bergbauschächte und Kampfmittel
- Denkmalschutz
- Umweltverträglichkeit
Die Stadt Essen wird den Bau an einen Generalunternehmer vergeben. Damit soll ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden. Mit der Umsetzung des Projekts könnte der Standort Essen-Kettwig spürbar entlastet werden und mehr Menschen auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen lassen.
Quelle: Radio Essen, www.24edu.info/de