Dienstag, 01 April 2025 16:19

Brutaler Angriff in Essen nach familiärem Streit

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Brutaler Angriff in Essen-Prozess Brutaler Angriff in Essen-Prozess pixabay/Foto illustrativ

Ein Vorfall mit weitreichenden Folgen erschüttert Essen: Ein Mann wird am Hauptbahnhof niedergestochen. Zwei Brüder stehen nun vor Gericht. Die Auseinandersetzung, die auf ein persönliches Treffen zurückzuführen ist, endete mit schweren Verletzungen. Am 1. April begann der Prozess vor dem Landgericht in Essen-Rüttenscheid.

Inhaltsverzeichnis:

Streit nach Treffen mit Schwester eskaliert am Hauptbahnhof Essen

Am 12. Oktober 2024 wurde ein Mann Opfer einer gewalttätigen Attacke. Er war zuvor mit der Schwester der späteren mutmaßlichen Täter verabredet. Laut Staatsanwaltschaft fühlten sich die Brüder dadurch provoziert. Sie sollen ihn daraufhin verfolgt haben.

Der Mann stieg an der U-Bahn-Haltestelle Hauptbahnhof aus. Dort kam es zur Eskalation. Die beiden Angeklagten, zwei Brüder, sollen ihn unmittelbar nach Verlassen der Bahn körperlich angegriffen haben. Einer von ihnen stach dem Opfer laut Anklage in den Rücken.

Verletzungen an Lunge, Rücken und Kopf festgestellt

Die Folgen des Angriffs waren schwerwiegend. Das Opfer erlitt Verletzungen am Rücken, am Hals sowie am Kopf. Besonders schwerwiegend war die Lungenverletzung. Die Schwere dieser Verletzung führte dazu, dass das Opfer notärztlich versorgt werden musste.

Nur durch das Eingreifen mehrerer Passanten konnte möglicherweise ein tödlicher Ausgang verhindert werden. Sie griffen ein und trennten die Angreifer vom Opfer. Laut Polizei war ihr Eingreifen entscheidend. Eine schnelle Reaktion habe Schlimmeres verhindert.

Landgericht Rüttenscheid verhandelt gegen die beiden Brüder

Seit dem 1. April 2025 stehen die Brüder in Essen vor dem Landgericht Rüttenscheid. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung vor. Zudem geht es um den Verdacht des versuchten Totschlags. Beide Angeklagten sind Anfang 20.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die genauen Abläufe der Tat sowie auf das Motiv. Das Treffen mit der Schwester des Angeklagten steht im Zentrum der Vorwürfe. Die Richter wollen klären, ob die Tat geplant oder im Affekt geschah.

Passanten als Zeugen im Fokus der Verhandlung

Mehrere Augenzeugen sollen im Laufe des Verfahrens aussagen. Ihre Aussagen gelten als besonders wichtig. Sie könnten die Darstellung des Tathergangs entscheidend beeinflussen.

Die Ermittler hoffen zudem auf neue Informationen durch die Auswertung von Videoaufnahmen aus der Umgebung. Die Bilder vom Bahnsteig und dem Vorplatz sollen Klarheit über den genauen Ablauf schaffen. Das Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet.

Quelle: Radio Essen, webrivaig.com/de